
Prag ruft und ich eile. Peter hatte so vom besten Restaurant Prags geschwärmt, dass ich es wissen muss. Das komplette Programm, inkl. Menü, Bier, Weinbegleitung, Whisky und Zigarre – genau in dieser Reihenfolge. Nix für schwache Nerven also. Sind wir ja gewohnt.
An einer lauschigen Ecke eines kleinen Prager Innenstadtplätzchens erwartet uns abends das
La Dégustation Bohême Bourgeoise, sofort nach dem betreten werden wir freundlichst, fast herzerwärmend empfangen und zu unserem Tisch begleitet. Ab diesem Zeitpunkt passiert alles in exakt der richtigen Reihenfolge und in perfektem Tempo, wir lehnen uns entspannt zurück und genießen, wie man so einen Abend nur genießen kann.
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Was wollten wir dieses Jahr von Limburg? Nun, da sich eine kleine, grenzübergreifende Gruppe formiert hatte, die aus Peter Schier (Prag), Volker Körner (Dortmund) und mir (Wien) bestand, sollte die Aufgabe einfach sein: Spaß. Verkosten, ohne zu verkosten. Genießen, ohne zu verdrießen. Trinken, ohne zu saufen. Rauchen, ohne abzubrennen. Und schlafen, ohne vorher bewusstlos gewesen zu sein. Im Nachhinein gar nicht so einfach… Jedenfalls haben wir die Aufgabe bravourös und ohne Kopfweh gemeistert, auch das verwundert jetzt, im Nachhinein… Na ja, was soll’s.
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Geschichte erleben und dazu ein Bier genießen, was gibt es Schöneres? In einer unscheinbaren Seitengasse im Prager Zentrum lockt dieses Bierhaus mit einer Tradition, die bis ins Jahr 1499 zurückreicht.
Das Haus selbst ist ein nur einstöckiger alter Bau mit renovierter Fassade. Wahrzeichen ist eine große alte Uhr, die schon von weitem aus der Häuserflucht herausleuchtet und den Weg weist.
Bereits im Eingangsbereich - gleich neben dem Eingang zur Stube - wird man Zeuge, wie ein Bier nach dem anderen gezapft wird, um kurz darauf durstige Kehlen hinunter zu rinnen.
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Ich kann gar nicht aufhören, vom Café Savoy in Prag zu schwärmen. Wie bereits in einem früheren Bericht aus dem Jahre 2007 geschildert, konnten wir – damals mit der kompletten Familie – ein ausgiebiges Frühstück dort genießen. Also war auch dieses Mal klar, dass ein Tagesbeginn in Prag unbedingt dort stattfinden musste. Nicht die Größen der Portionen machen es aus (obwohl diese auch beachtlich sind), sondern die vielen Kleinigkeiten. Tonino Lamborghini wird als Kaffee serviert und der Milchschaum ist so einzigartig, dass ich meine Espresso-Leidenschaft kurz über den Haufen werfen musste. Ich glaub ich hab drei davon getrunken, na ja, wach war ich jedenfalls…
"Frühstück in Prag" vollständig lesen

Das schöne Wetter hab ich mitgebracht, alles andere war schon dort. Prag lockte wieder einmal mit gutem Essen, Entspannung, Abstand vom Alltag und einer Biersorte für jeden Tag im Jahr. Meine Frau und die Kinder gönnen mir solche Ausflüge, solange ich ihnen immer etwas mitbringe…
Es ist schier (haha, Wortspiel…) unglaublich, was man dort in knapp zwei Tagen erleben kann, wenn man nur die richtigen Leute kennt. Also nix wie hin mit dem Auto – gemütlich in vier Stunden von Wien über Znaim (Znojmo). Peter Schier (und hiermit die Auflösung des Wortspiels) hatte mich eingeladen, mit ihm kulturell ein bissl Gas zu geben, sozusagen. Nach der Ankunft erwartete uns gleich einmal ein gutes Dinner inkl. Bier, Whisky und Zigarre. Wo? In einem Lokal namens ‚La Bodeguita del Medio’ im Zentrum von Prag, unweit der Karlsbrücke.
"Prag an einem Tag im Februar" vollständig lesen
Die große Abschluss-Verkostung

Sonntags Abend nach dem Whiskyfest wurden wir in den Lindores Clubraum eingeladen, um die eine oder andere Rarität zu verkosten. Einige Personen hatten besondere Flaschen für diesen Abend im Gepäck und so wurde die Runde beglückt mit Schätzen aus den geheimen Vorratskammern der spendierenden Personen. Wie der Zufall so wollte, hatte Dominiek von der LWS einen Brora aus der Douglas Laing – Platinum Serie dabei. Wir auch. Noch dazu waren beide im selben Jahr destilliert worden und 2003 in die Flasche gekommen. Dominiek hatte die 30-jährige Ausgabe mit 222 abgefüllten Ausgaben mit, wir die einige Monate ältere Version mit 31 Jahren und 221 abgefüllten Flaschen. So konnten wir diese zwei herausragenden Broras an diesem Abend querverkosten, ein Erlebnis für sich!
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil X" vollständig lesen
Kombuis in Oostende – Seafood at its best

Das kleine Lokal in einer unauffälligen Straße mit einem unscheinbaren Eingang ist eine der großen kulinarischen Entdeckungen für uns in Oostende. Sofort nachdem man durch die schmale Türe schlüpft, steht man mitten in der Küche, einige Schritte weiter stehen ein paar Tischreihen und an der Wand hängen alte Teller mit liebevoll verzierten Muschelschalen. Jeder Gast erhält ein großes weißes Blatt Papier, das als Unterlage für die Teller dient - damit die Tischtücher nicht sofort schmutzig werden. Sollte man an einem nebligen und verregneten Tag (und wie sollte das an einem Ort wie Oostende je passieren?) die Kombuis besuchen, kann man die Gedanken schweifen lassen und sie dann auch gleich für zukünftige Generationen auf jenem genannten Blatt zu Papier bringen. Doch wenden wir uns nun dem eigentlichen Anliegen für diesen Ort zu, dem Essen.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil IX" vollständig lesen
Antica Casa Marchesi Spinola Verkostung mit Dirk Vanhoutteghem

Silas Corp. hatte dieses Tasting ja bereits im Jänner 2007 durchgeführt und so war es Ehrensache, in Oostende nochmals jene sechs wunderbaren Malts zu probieren, die uns schon in Wien mehr als ein Lächeln entlocken konnten.
Dirk, der Gastgeber des Events, erzählte uns über die einzelnen Destillen und die Details der Abfüllungen, die ja hoffentlich aus Gründen des Geschmackes und nicht der Ökonomie bei vier der sechs Proben auf 40% Alkoholgehalt reduziert wurden. Die eindrucksvollsten beiden Raritäten (Milton Duff und Longmorn) jedoch wurden in Fassstärke belassen und das ist gut so.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil VIII" vollständig lesen
HOUSE of PEERS Whisky-Frühstück mit 'The Don Lucone' - Luc Timmermans

Zum zweiten Male wurde das somit schon traditionelle Whisky-Frühstück in Oostende höchstpersönlich von Don Lucone, dem geliebten Godfather der Lindoristi, abgehalten. Es war mit kehliger und verrauchter Stimme, als er feststellte: „Eine Mann – ehhh, derrr zu de Frrruhstuck keine Whisky trrrinken kann ehh, solla ssslaffen bei de Fisch ehh!“ (Und das ist etwas, was Sie an einem Platz wie Oostende sicherlich nicht hören möchten). Entsprechend kamen Freunde und Delinquenten von weit und fern, um zeitig am Morgen dem Don und seinen Schätzchen Tribut zu zollen. Nur unser hauseigener Don Schwieger-Pepi zog es vor, ein paar Minuten zu verschlafen. Doch das ist eine andere Geschichte. Der ‚beloved’ Lindores Präsident und Godfather eröffnete die Sitzung mit einer kurzen Einführung über den Inhalt der Flaschen und deren Herkunft. Währenddessen wurde auch schon das ‚Full Scottish Breakfast’ von Küchenchef Geert Bero serviert und wir aßen uns die nötige Unterlage an, um nicht beim ersten Destillat - und ohne Verwendung eines Baseballschlägers - vom Hocker zu fallen.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil VII" vollständig lesen
WHITE & MACKAY Specially Blended Scotch Whisky

Irgendwann während des Festivals, es war noch Vormittag, rannte mir Bert Bruyneel über den Weg, mit einer Flasche in der Hand. Wortlos grinsend schenkte er mir mein Glas voll (danke nochmals!) und verschwand wieder. Da ich mitten in der Menge stand, machte ich am Absatz kehrt und setzte mich gemütlich in die leere Lobby, um mich dem überraschend erhaltenen Geschenk etwas näher zu widmen. Wie ich später erfahren habe, hatte Bert das gute Stück als Gewinn auf einem von Richard Paterson veranstalteten Wettbewerb erhalten, deshalb war die Flasche wohl auch von ihm signiert worden. Nun, ich muss gestehen, dass dies ein idealer Start in den Tag war, auch von Seiten der Alkoholstärke. Weiter geht es mit den Verkostungsnotizen dieses seltenen Blends.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil VI" vollständig lesen
Jacques Hofman’s Hilfe im belgischen Bier-Dschungel

Schwieger-Pepi und ich haben uns anfangs im belgischen Bier-Dschungel ganz gut zurecht gefunden, indem wir einfach das bestellt haben, was auch die meisten Leute im Pub getrunken haben. Dann allerdings tauchte die Frage auf, welche Biere denn die speziellsten oder besten wären. Lindoristi Jacques Hofman fackelte nicht lange mit Erklärungen rum, sondern nahm uns bei den Armen und schleppte uns mehrere Male einfach in Pubs um die Ecke - zum Probieren. Da er sich außerdem auch noch auskennt, konnten wir gemeinsam eine Wertung kreieren, die weder den Anspruch auf Vollständigkeit noch auf Unumstößlichkeit erhebt, jedoch einfach Jacques’ und unserem Geschmack entsprochen hat. Jacques: VIELEN DANK!
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil V" vollständig lesen
GLENS EXTRA (Springbank) Masterclass mit Dominiek Bouckaert

Bei den Lindoristi trägt er den Namen ‘The Master of the Word’. Von seinen Fähigkeiten konnten wir uns erstmals im Februar 2006 bei einer legendären Clynelish Masterclass über Mr. Edoardo “Baffo” Giaccone überzeugen, dann anhand seiner wöchentlichen ‚The Master of the Word Reports’ auf der Lindores Website und nun während der am 27. Oktober 2007 in Oostende abgehaltenen Glens Extra - Springbank Masterclass.
Vermutlich aufgrund von Verkaufsargumenten sollten diese Abfüllungen nicht als Springbanks auf den italienischen Markt gelangen. Bis auf wenigen Insidern waren den Italienern damals nur Namen wie Glenfiddich oder The Glenlivet ein Begriff, sodass man sich kurzer Hand auf Glens Extra einigte. Heute sind nur diese drei hier beschriebenen Abfüllungen als Ausrutscher jenes frühen Marketingkonzeptes bekannt.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil IV" vollständig lesen
LOCHSIDE Masterclass mit Bert Bruyneel

Oostende hat uns ja nicht nur aufgrund des Whiskyfestes glücklich gemacht, zusätzlich boten die Burschen jede Menge Verkostungen an, die auch in Bezug auf ihre Qualität einiges erwarten ließen.
Der erste Event dieser Art wurde am 27. Oktober 2007 um 15:00 von Lindoristi und Malt Maniac Bert Bruyneel abgehalten und beschäftigte sich mit sechs Malts aus dem Hause Lochside. Die Reihenfolge war gut gewählt und die Wasserversorgung vorbildlich, wobei dies während des gesamten Wochenendes auch so bleiben sollte. Ich kann nur allen Personen und Organisationen, welche Verkostungen abhalten oder dies vorhaben den Tipp geben, immer ausreichend für frisches, kühles Wasser zu sorgen. Wer dann noch kleine Körbchen mit frischem neutralem Brot bereitstellt, hat die Herzen seiner Gäste schon gewonnen.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil III" vollständig lesen

Nachdem wir Brügge am Freitag gesehen und am Abend Oostende unsicher gemacht hatten, sperrte am nächsten Tag der eigentliche Grund unseres Besuches seine Pforten auf. Bereits beim Frühstück trafen wir die ersten alten Bekannten und Freunde aus aller Herren Länder. So konnten wir Serge Valentin ( Whiskyfun & Malt Maniac), Michel van Meersbergen ( Malt Maniac), Olivier Humbrecht ( Malt Maniac), Konstantin Grigoriadis ( WCoA & Malt Maniac), Josef ‚Schwieger-Pepi’ Hitner ( WCoA), Heinz Johannik & Walter Felsinger ( WCoA), Giovanni Giuliani, Marc Segers ( Whiskycorner), Michiel Wigman & Bert Vuik (The Dutch Connection), Carsten Ehrlich ( MARA), Mario Grotklaes & James Pithie ( Drankenshop), Astrid Kathrine Ohl ( Whisky Witch), Hubert Corman ( Taste Still), sowie Alexandre Vingtier ( LMDW France) begrüßen und natürlich die komplette Mannschaft der Lindores Society: Luc Timmermans, Bruno Van de Pol, Johan Baert, Dirk Vanhoutteghem, Geert Bero, Jacques Hofman, Jan Broekmans, Fred Muller, Dominiek Bouckaert, Bert Bruyneel und James Pithie.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil II" vollständig lesen

Lange hatten wir den Tag der Abreise herbei gesehnt und freundlicher Weise hatten die Herren der Lindores Whisky Society auf ihrer Website die Tage, Stunden, Minuten und Sekunden bis zur Eröffnung des Whiskyfest 2007 angezeigt. Am 26. Oktober 2007 checkten wir also in Wien am Flughafen ein, um an diesem Freitag auch noch etwas Zeit für das Städtchen Brügge zu haben.
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil I" vollständig lesen
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