
Nachdem Jakob und Herwig die schöne Altstadt von Lemberg hinter sich gelassen haben, geht es weiter Richtung Osten auf Straßen, die diese Bezeichnung oft nicht verdient haben. Jakob entpuppt sich mittlerweile als geborener Navigator, sodass die Fahrt ein wenig an Ungewissheit verliert. Doch das ändert sich schnell bei der nun stattfindenden Polizeikontrolle. ‚Hier benötigt man eine Genehmigung für die Anhängerkupplung!’. Versucht zumindest der Bulle zu erklären. Sekunden später ist der gesamte Biervorrat weg, trotzdem noch billig davongekommen. Im nächsten Kaff werden sofort 10 Bestechungsbierdosen besorgt, man weiß ja nie. Gott sei Dank haben die den Whisky nicht entdeckt…
Unterwegs passiert man einen im Bahnschranken fest hängenden Lastwagen, den der Zug knapp nicht erwischt hat. Es geht weiter nach Osten. Die 90 aufgeschaukelten Stundenkilometer, die mit dem Suzuki auf Straßen wie diesen erträglich sind, sind nix gegen die Geschwindigkeiten der voll beladenen Sattelschlepper, deren Fahrer zwar manchmal freundlich grüßen, dafür jedoch leider eine Hand vom Lenkrad wegnehmen müssen. Jede stärkere Kurve auf dieser Strecke würde die Todesstatistik in ungeahnte Höhen treiben. Die PKW fahren sogar noch schneller, als ob es kein Morgen gäbe. Erschöpft ob der benötigten Konzentration sind Herwig und Jakob um 22:00 in Kiew. Es ist der 24. Juli 2007.