
Es war in den frühen 90er Jahren, als J erstmals Whisky probierte – direkt aus der Flasche.
Aufgrund von Kopfschmerzen am nächsten Morgen stellte er sich die berechtigte Frage, ob man beim Genuss von Whisky mit der Wahl eines entsprechenden Glases vielleicht den Gesamteindruck verbessern könne. Die Versuche begannen mit diversen Tumblern und sogar Metallbechern (brrrr…). Mitte der 90er schien das Riedel Malt Glas das Rennen um das geeignete Behältnis zu machen, auch weil es damals nur wenige besser wussten. So geschah es eines Tages, dass J Gäste hatte und die Malt Gläser ausgingen. Als Ersatz entschied er sich für ein Riedel Port Glas. Welch ein Unterschied!

Ab diesem Zeitpunkt wurde so ziemlich jedes erdenkliche Glas getestet, mit teils erstaunlichen Ergebnissen. So präsentierten sich die Malts auch sehr unterschiedlich. Es schien, also ob manche Gläser den Whisky gnadenlos nüchtern und sehr ehrlich wirken ließen, während andere nur die angenehmen Komponenten stark hervorhoben und so das eigentliche Gesamtbild positiv veränderten, dadurch jedoch auch verfälschten. Besonders negativ präsentierten sich einige Gläser mit oft großen Öffnungen, die scheinbar nur die unerwünschten Gerüche verstärkten und so den Genuss sehr beeinträchtigten. Sehr wenige Gläser erwiesen sich nach diesen Tests als 'whiskytauglich', aber das mussten wir unbedingt selbst herausfinden...
Im nächsten Teil dieses Berichtes werden wir die von uns favorisierten Gläser vorstellen.
11. Mai, 2006