Besuch bei den Destillen:
Ardbeg:
Kurzes Gespräch mit Michael ‚Mickey’ Heads, dem neuen Manager von Ardbeg, der die Geschäfte per 12. März 2007 übernommen hat, nachdem Stuart Thomson die Insel 'verlassen' hatte. Mickey, davor Manager bei Jura, ist glücklich über diese Herausforderung, meint aber auch, dass die ruhigeren Zeiten von der Isle of Jura jetzt vorbei wären. In jedem Fall sei dies die für ihn größtmögliche erreichbare Aufgabe in der Whiskyindustrie und gleichzeitig jene mit der sensibelsten Verantwortung.
Die Festival Abfüllung – Ardbeg Mor - war eine Riesenflasche mit 4.5 Litern Inhalt. Ein 10-jähriger Ardb
i g in Fassstärke (57,3%). Gar nicht so schlecht, eigentlich. Allerdings viel zu groß für den Flieger und viel zu teuer für einen Transport (GBP 200,--!) und nicht versicherbar (so die Aussage von Ardbeg). Somit nur für Personen zugänglich, die mit eigenem Auto angereist waren oder eine eigene Speditionsfirma besitzen. Verkosten konnte man diese Abfüllung bei Ardbeg nicht, dazu musste man nach Bowmore in Duffies Bar fahren. Also: Mor(e) Troubles mit Ardbeg.
Tee und Essen im Old Kiln Cafe war übrigens tadellos, auch die Bedienung immer sehr freundlich.
Eindrücke von Ardbegs Festival Abfüllung 2007:
Farbe: mittel
Nase: zarter Torf im Spiel mit Kakaonoten, wird dann komplexer mit leichtem Rauch, Karamel und etwas Fruchtnote, schließlich verbleiben ein Hauch von Jod und eine mittelschwere Süße
Geschmack: nun, auch hier zuerst etwas Kakao mit Anklängen von Karamell, später etwas Rauch und erst dann stärker werdender Torf, wobei schon spürbares Jod langsam stärker wird
Abgang: hmmmm, nicht schlecht, Jod verbleibt angenehm zart, auch die Süße verschwindet nicht ganz und harmoniert schön mit dem Torf, nett und nicht ganz so verschwommen wie das Bild unten
15. Juni, 2007