
Genau. Ardbeg Sour. Wie der Cocktail Whisky Sour. Sie haben es gelesen! Sie können es nicht ent-lesen! Ardbeg Sour, eine neue Idee für viel Spaß an heißen Sommerabenden oder eine Blasphemie babylonischen Ausmaßes? Besorgen Sie die folgenden Zutaten und mixen Sie sich einen! Das Kosten überzeugt.
Die Zubereitung ist eigentlich kein Mirakel. Einfach ein paar Eiswürfel in einen Shaker geben mit 2cl Zitronensaft, 1cl Zuckersirup, 1 Teelöffel Puderzucker und natürlich 4cl von dem Ardbeg der gerade zur Hand ist, bei dem Sie meinen, er ist stark genug um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Shakern Sie als gäbe es kein Morgen. Schütteln Sie auch den Shaker. Dann kippen Sie das Ganze in ein Sour Glas oder einen Tumbler und geben noch ein paar Eiswürfeln dazu. Vielleicht auch eine Cocktailkirsche, wenn Sie der Typ Mensch sind (siehe Foto unten…Muuuuhahahahaha). Voila. Zurücklehnen und genießen.

Taugt Ihnen das? Oder gehören Sie zu jenen, die meinen, dass guter Whisky nicht für derlei Eseleien missbraucht, sondern nur in seiner puren, unverdünnten Form konsumiert werden soll? Passt! Wie Sie wissen, haben wir den größten Respekt davor. Wir selbst scheuen unter dumpfen Inkantationen von „Vade retro, Satanas“ davor zurück, Wasser in guten Whisky zu geben, um diese zahllosen nebulösen und fabulösen Gerüche und Geschmäcker aufzubrechen. Doch wir stehen auch auf gute Cocktails. Sollten wir daher mit jenem unaussprechlichen Zeug Vorlieb nehmen, das sich üblicherweise in Whisky Sours findet? Sollten wir einfach alle Hoffnung fahren lassen und unsere traurigen Existenzen in den mengenenthemmten Konsum von Industriesprit samt Kopf- und Gliederschmerzen ergeben? Wir sagen nein. Das Leben ist zu kurz für Erbsensäcke und schlechte Cocktails. Also raus mit den Ardbegs und her mit den gerührten Schüttlern! Doch gemach, Freunde. Hände weg vom Manager’s Choice (oder schicken Sie ihn uns, wenn Sie das Interesse daran verloren haben). Ein 10er tut’s allemal.
30 Juni, 2006