
Was wollten wir dieses Jahr von Limburg? Nun, da sich eine kleine, grenzübergreifende Gruppe formiert hatte, die aus Peter Schier (Prag), Volker Körner (Dortmund) und mir (Wien) bestand, sollte die Aufgabe einfach sein: Spaß. Verkosten, ohne zu verkosten. Genießen, ohne zu verdrießen. Trinken, ohne zu saufen. Rauchen, ohne abzubrennen. Und schlafen, ohne vorher bewusstlos gewesen zu sein. Im Nachhinein gar nicht so einfach… Jedenfalls haben wir die Aufgabe bravourös und ohne Kopfweh gemeistert, auch das verwundert jetzt, im Nachhinein… Na ja, was soll’s.

Limburg begrüßte uns mit tadellosem Wetter. Da wir das Prozedere des ‚VorDerHalleAnstellens’ nicht so sexy finden und fanden, ging’s schnurstracks in die sehr empfehlenswerte
Villa Konthor auf ein paar ‚Stößchen’, wie die kleinen Bierchen laut Volker heißen. Beeindruckend ist dort zweifelsohne die unglaubliche Auswahl an offenen Whiskys. Allein die Zusammenstellung habe ihn ca. sechs Monate in Anspruch genommen, erzählte mir Carsten Ehrlich, seines Zeichens Organisator der Whisky-Fair Limburg und Villa Konthor - Whiskyspezialist.

Dieses Jahr nahmen wir uns außerdem die Freiheit, nur nach Lust und Laune zu verkosten und allen angekündigten - und wieder sehr erfolgreich abgelaufenen - Tastings einmal den Rücken zu kehren. Wir wollten Ruhe in der Menge, keinerlei zeitlicher Verpflichtungen eingehen und das Ziel nach der Nase ausrichten und finden. Ein sehr guter Entschluss, wie sich unmittelbar herausstellte. Es ist eben entspannender, all die lieben Menschen dort zu treffen, ohne immer auf die Uhr sehen zu müssen. Allerdings können wir das leider nicht von allen unserer Freunden von nah und fern sagen, die ja oft verschwitzt und völlig abgekämpft - mit einem Rucksack am Buckel und zwei Taschen links und rechts - herumirrten. Unser Mitgefühl war und ist ihnen sicher.

Kulinarisch hat uns Limburg auch diesmal nicht enttäuscht. Es gibt einige wunderbare Lokale, wo man beste Steaks serviert bekommt und die Bedienung sich mit echtem Charme auf die Gäste schmeißt. So ist im Zentrum sicherlich der Burgkeller wärmstens zu empfehlen, wo man all das und noch mehr mit einer Freundlichkeit präsentiert, die das Herz erwärmt (bitte um Verzeihung, wenn unsere Bewertung aufgrund allzu hübscher Kellnerinnen etwas an Objektivität eingebüßt hat, aber a Mann is’ a Mann ist ein Mann, oder so…). Nach einem wunderbaren Tag und einem noch besseren Abend im Burgkeller ließen wir dann auch das berühmte ‚Runde Eck’ nicht aus und so durfte das Bild dann wohlverdient und nachhaltig etwas verschwimmen…
Lieber Peter, vielen Dank für Deine Fotos, ohne die ich dieses Jahr echt aufgeschmissen gewesen wäre, hab kein einziges geschossen...
07. Mai, 2008