Kombuis in Oostende – Seafood at its best

Das kleine Lokal in einer unauffälligen Straße mit einem unscheinbaren Eingang ist eine der großen kulinarischen Entdeckungen für uns in Oostende. Sofort nachdem man durch die schmale Türe schlüpft, steht man mitten in der Küche, einige Schritte weiter stehen ein paar Tischreihen und an der Wand hängen alte Teller mit liebevoll verzierten Muschelschalen. Jeder Gast erhält ein großes weißes Blatt Papier, das als Unterlage für die Teller dient - damit die Tischtücher nicht sofort schmutzig werden. Sollte man an einem nebligen und verregneten Tag (und wie sollte das an einem Ort wie Oostende je passieren?) die Kombuis besuchen, kann man die Gedanken schweifen lassen und sie dann auch gleich für zukünftige Generationen auf jenem genannten Blatt zu Papier bringen. Doch wenden wir uns nun dem eigentlichen Anliegen für diesen Ort zu, dem Essen.

Als Vorspeise bestellten wir verschiedene Arten von Garnelen, sinnierten und schmunzelten über Land und Leute und Whiskyclubs, die kommen und gehen wie Muscheln am Fischmarkt. Und schon servierte man uns die Spezialität des Hauses: „Moules et frites!“ – Muscheln mit Pommes Frites, in jedem erdenklichen Sud mit jeder beliebigen Soße geliefert - in Portionsgrößen, die sogar Schwieger – Pepi zum Schnaufen bringen. Wunderbar gekocht, dazu ein Leffe, und der Tag hatte uns wieder. Immer wieder mussten wir zwischendurch in die Küche blicken, wo sich der Koch ohne Unterbrechung so schnell bewegte, dass wir ihn während unseres gesamten Aufenthaltes nicht einmal deutlich fotografieren konnten. Eigentlich wollten wir Ihnen dieses Gasthaus in unserer Serie ‚Die Restaurants am Ende des Universums’ präsentieren, aber seit dort das Lindores Whiskyfest stattfindet, ist ja Oostende de facto das Herz Europas.
16. November, 2007