
Prag ruft und ich eile. Peter hatte so vom besten Restaurant Prags geschwärmt, dass ich es wissen muss. Das komplette Programm, inkl. Menü, Bier, Weinbegleitung, Whisky und Zigarre – genau in dieser Reihenfolge. Nix für schwache Nerven also. Sind wir ja gewohnt.
An einer lauschigen Ecke eines kleinen Prager Innenstadtplätzchens erwartet uns abends das
La Dégustation Bohême Bourgeoise, sofort nach dem betreten werden wir freundlichst, fast herzerwärmend empfangen und zu unserem Tisch begleitet. Ab diesem Zeitpunkt passiert alles in exakt der richtigen Reihenfolge und in perfektem Tempo, wir lehnen uns entspannt zurück und genießen, wie man so einen Abend nur genießen kann.
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Die Geschichte der ältesten ungeöffneten Kiste Glenfarclas ist faszinierend wie verblüffend. Als eine von fünfzig Kisten wurde sie in den 1930-ern zu H. Albrecht & Company nach Illinois in die Vereinigten Staaten geschifft. Ein Ingenieur namens Mr. Shrive erwarb davon sechs Kisten. Überraschenderweise wurde dieser Lagerbestand – trotz kürzlich widerrufener Prohibition – nur sehr langsam konsumiert, sodass in den 1990-ern immer noch eine volle Kiste und eine Flasche dieses Schatzes vorhanden waren. Also schrieb Mr. Shrive’s Sohn an Glenfarclas und bot die verbliebenen Flaschen der Destille an.
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Was wollten wir dieses Jahr von Limburg? Nun, da sich eine kleine, grenzübergreifende Gruppe formiert hatte, die aus Peter Schier (Prag), Volker Körner (Dortmund) und mir (Wien) bestand, sollte die Aufgabe einfach sein: Spaß. Verkosten, ohne zu verkosten. Genießen, ohne zu verdrießen. Trinken, ohne zu saufen. Rauchen, ohne abzubrennen. Und schlafen, ohne vorher bewusstlos gewesen zu sein. Im Nachhinein gar nicht so einfach… Jedenfalls haben wir die Aufgabe bravourös und ohne Kopfweh gemeistert, auch das verwundert jetzt, im Nachhinein… Na ja, was soll’s.
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Mal eben 6 Monate weg von der Heimat – für die einen ist dies Beruf, für die anderen Berufung. Unser guter Freund, Whiskykenner, Genießer und vor allem Berufssoldat Alexander Moshammer zählt zweifelsohne zu den Berufenen.
Als Offizier im Range des Majors ist Alex derzeit im Kosovo stationiert und stellt Verbindungen und Kontakte für die von der KFOR beauftragten Generäle her. Hier wiederum werden in Arbeitsgruppen mit der kosovarischen Regierung die Grundlagen geschaffen, um die Regierung dieses gebeutelten Landes bei der Gesetzgebung und der Schaffung demokratischer Abläufe zu unterstützen. Sowohl die Kontakte der ‚United Nations Mission in Kosovo’ als auch die Tätigkeiten des ICO (International Civilian Office) bauen auf die Erfahrungen und Kontakte dieser Liaison Officers auf.
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Geschichte erleben und dazu ein Bier genießen, was gibt es Schöneres? In einer unscheinbaren Seitengasse im Prager Zentrum lockt dieses Bierhaus mit einer Tradition, die bis ins Jahr 1499 zurückreicht.
Das Haus selbst ist ein nur einstöckiger alter Bau mit renovierter Fassade. Wahrzeichen ist eine große alte Uhr, die schon von weitem aus der Häuserflucht herausleuchtet und den Weg weist.
Bereits im Eingangsbereich - gleich neben dem Eingang zur Stube - wird man Zeuge, wie ein Bier nach dem anderen gezapft wird, um kurz darauf durstige Kehlen hinunter zu rinnen.
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Ich kann gar nicht aufhören, vom Café Savoy in Prag zu schwärmen. Wie bereits in einem früheren Bericht aus dem Jahre 2007 geschildert, konnten wir – damals mit der kompletten Familie – ein ausgiebiges Frühstück dort genießen. Also war auch dieses Mal klar, dass ein Tagesbeginn in Prag unbedingt dort stattfinden musste. Nicht die Größen der Portionen machen es aus (obwohl diese auch beachtlich sind), sondern die vielen Kleinigkeiten. Tonino Lamborghini wird als Kaffee serviert und der Milchschaum ist so einzigartig, dass ich meine Espresso-Leidenschaft kurz über den Haufen werfen musste. Ich glaub ich hab drei davon getrunken, na ja, wach war ich jedenfalls…
"Frühstück in Prag" vollständig lesen

Das schöne Wetter hab ich mitgebracht, alles andere war schon dort. Prag lockte wieder einmal mit gutem Essen, Entspannung, Abstand vom Alltag und einer Biersorte für jeden Tag im Jahr. Meine Frau und die Kinder gönnen mir solche Ausflüge, solange ich ihnen immer etwas mitbringe…
Es ist schier (haha, Wortspiel…) unglaublich, was man dort in knapp zwei Tagen erleben kann, wenn man nur die richtigen Leute kennt. Also nix wie hin mit dem Auto – gemütlich in vier Stunden von Wien über Znaim (Znojmo). Peter Schier (und hiermit die Auflösung des Wortspiels) hatte mich eingeladen, mit ihm kulturell ein bissl Gas zu geben, sozusagen. Nach der Ankunft erwartete uns gleich einmal ein gutes Dinner inkl. Bier, Whisky und Zigarre. Wo? In einem Lokal namens ‚La Bodeguita del Medio’ im Zentrum von Prag, unweit der Karlsbrücke.
"Prag an einem Tag im Februar" vollständig lesen

Mein lieber Freund Christian - alias ‚da Doc’ - erhielt seinerzeit von mir außer Salz und Brot auch eine nette Abfüllung zu seiner Wohnungsweihe. Nun, da sowohl Einleben und auch Ausleben wieder in gewohnten Bahnen laufen, wollte er den Inhalt des Fläschchens mal probieren und lud spontan zur Öffnung. In 15 Minuten war ich da.
Diese alten Sachen bringen mein Herz ja generell in Schwung. Selten habe ich bei solchen Pretiosen schlechte Qualität erlebt. So auch hier. Wunderbar! Eine zehnjährige Originalabfüllung von Glenfarclas für Italien mit gerade 40% Alkohol, irgendwann in den 1980ern abgefüllt und abgewickelt für eine italienische Firma (IMPORTATO DA F.LLI AVERNA S.p.A CALTANISSETTA LIC. UTIF N. 1 PA).
"Glenfarclas, destilliert in den 1970ern" vollständig lesen

Kürzlich stattete mir PETER WANDL – seines Zeichens wandelnde Whiskydatenbank – einen Besuch ab. Mit leeren Händen kam er auch nicht, ganz im Gegenteil! Peter hatte einen der besten Clynelish’s dabei, die man für Geld kaufen kann. Während wir so dies und das beplauderten, kosteten wir uns durch einige alte Abfüllungen. Ich muss gestehen, gegen den Clynelish kam an diesem Tage keine der verkosteten Abfüllungen an, einfach zu perfekt präsentierte sich das Destillat. Peter, vielen Dank für diese Eindrücke!
Anbei die Verkostungsnotizen von diesem Whisky:
"Wandl was here!" vollständig lesen

Zwar ist es schon wieder eine Weile her, dass Peter einen Besuch abstattete, doch nun finde ich die richtige Muße, um davon zu berichten. Aus einer anfangs flüchtigen ‚Whiskybekanntschaft’ ist schnell eine schöne Freundschaft gewachsen, für deren Bereicherungen ich mich hiermit bedanken möchte.
Peter ist einer von jenen Menschen, die genau wissen, was sie wollen, darum aber kein großes Aufsehen machen. Seine Leidenschaft für Whisky und andere schöne Dinge des Lebens ist überproportional ausgeprägt, ohne dabei den Bezug zur Realität jemals zu verlieren. Daher freut es mich jedes Mal, wenn wir uns in Deutschland, Schottland, Prag oder Wien treffen, um über Gott und die Welt zu philosophieren.
Niemand weiss alles oder kann alles, folglich ist die Abstimmung von Erfahrungen und der Austausch unter Gleichgesinnten meiner Meinung nach essenziell wichtig und dient als hilfreiche Bremse in einer hektischen und immer schneller werdenden Zeit.
"Eine kleine Geschichte über Peter Schier und Wien" vollständig lesen

Am 30. November 2007 konnten bei Silas Corp. die besten der Besten aus der Old Malt Cask Serie von Douglas Laing verkostet werden. Ausgewählt waren herausragende und eigenständige Abfüllungen aus den 1960-ern und 1970-ern des vorigen Jahrhunderts, die aufgrund ihrer einzigartigen Qualität für eine andächtige Stimmung bei den Verkostern gesorgt haben. Wir präsentierten Malts zum Träumen, Malts, über die man noch den Enkelkindern erzählen wird, Malts, die den kleinen Unterschied in unserer grauen Welt ausmachen. Als eine Art vorweihnachtliches Geschenk und weil wir wirklich nette Menschen sind, hatten wir wunderbar gehaltvollen und vielschichtigen Whisky vorbereitet, Whisky, der sich facettenreich alle paar Minuten im Glase verändert hat. Lesen Sie in Kürze alle Details zu diesem besonderen Event mit Beschreibungen der Einzelflaschen.
"Auf dem Olymp der Qualität - The Old Malt Cask Series" vollständig lesen

Der Autor des 'Whisky Guide 2007 & 2008' lud zu einer kleinen Verkostung im privaten Rahmen ein, seine finnische Freundin Ella kochte dazu finnische Lauchsuppe und eine leckere finnische Schinken-Tarte-Quiche, oder so. Nun ist Schluss mit Finnland, wenden wir uns dem Anlass des Abends zu und drehen wir die Köpfe Richtung Schottland, um auch nix zu versäumen. Zehn Destillate standen auf dem Programm, plus jenem Brora, den ich ja bereits in Oostende verkostet hatte. Die Auswahl war interessant, so waren einige Tropfen dabei, die noch nie zuvor meine Zunge berührt hatten. Mit einem Wort, ein interessanter Abend.
"Boba’s Private Tasting" vollständig lesen
Arcotel Wimberger am 15. November 2007
Zur traditionellen Herbstverkostung lud auch dieses Jahr wieder der Inhaber von Austria’s Finest Whisky Store - KR. Dr. Mario Prinz ein, tatkräftig unterstützt von seinem Team. Bei zwanzig zu verkostenden Destillaten war klar, dass hier nicht nur der Genuss, sondern auch ein wenig Arbeit im Spiel sein würde. Den Startschuss gaben nach kurzer Einleitung durch Dr. Prinz dann die Vienna Pipes mit ihren auf Betriebstemperatur eingespielten Dudelsäcken.

Mit geschätzten 160-180 Personen war diese Veranstaltung gut besucht, die Küche des Hotels und die Bedienung waren überdurchschnittlich.
Wermutstropfen der Veranstaltung war das – scheinbar vom Hotel auferlegte – Leitungswasserverbot, das in einer Stadt wie Wien (mit qualitativ einem der besten Trinkwassersystemen der Welt) seine Gäste dazu nötigte, die Literflasche Vöslauer 'ohne' um EUR 5,90 einkaufen zu müssen (Einkaufspreis ohne Pfand irgendwo bei EUR 0,39). Bei dieser Menge an Whisky haben wir pro Nase 2,5 Liter Wasser benötigt und hoffen, dass solche Beispiele für Umwegrentabilität - zumindest das Trinkwasser in Wien betreffend - die Ausnahme bleiben werden.
"POTSTILL Herbstverkostung" vollständig lesen

Am 09. November 2007 fand in den Räumlichkeiten von Silas Corp. ein Zusammentreffen der besonderen Art statt. Freunde des kultivierten Rauchgenusses und Fans des schottischen Lebenswassers waren eingeladen, die angenehme Symbiose von Rauch und Whisky zu probieren. Thomas Schober (dem wir übrigens die wunderbaren Fotos zu verdanken haben) hatte drei Formate ausgewählt, die von mildem und cremigem Geschmack bis hin zur kräftigen Würze alles boten. Silas Corp. suchte dazu passend sechs Single Malts aus, die in Stärke und Geschmack genau zum gerade gerauchten Abschnitt der jeweiligen Cigarre passten. Geschichten über die im Glase befindlichen Destillate und die Herkunft der edlen Rauchwaren rundeten das Angebot ab.
"Schottischer Whisky und Rauchgenuss" vollständig lesen
Die große Abschluss-Verkostung

Sonntags Abend nach dem Whiskyfest wurden wir in den Lindores Clubraum eingeladen, um die eine oder andere Rarität zu verkosten. Einige Personen hatten besondere Flaschen für diesen Abend im Gepäck und so wurde die Runde beglückt mit Schätzen aus den geheimen Vorratskammern der spendierenden Personen. Wie der Zufall so wollte, hatte Dominiek von der LWS einen Brora aus der Douglas Laing – Platinum Serie dabei. Wir auch. Noch dazu waren beide im selben Jahr destilliert worden und 2003 in die Flasche gekommen. Dominiek hatte die 30-jährige Ausgabe mit 222 abgefüllten Ausgaben mit, wir die einige Monate ältere Version mit 31 Jahren und 221 abgefüllten Flaschen. So konnten wir diese zwei herausragenden Broras an diesem Abend querverkosten, ein Erlebnis für sich!
"Lindores Whiskyfest – Belgien, 2007 – Teil X" vollständig lesen
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